Bauen mit Leichtbeton

Referenz

Schaefer Kalk in Hahnstätten

Mit entscheidend für die Vergabe war die Tatsache, dass THERMODUR als einziger Leichtbetonhersteller eine Zulassung des DIBt für die erforderliche Befestigung an der Tragkonstruktion vorweisen konnte.“

Zum Schutz der umliegenden Wohnbebauung wurden bei der Ofensteinbunkeranlage und Kalkmahlanlage die Wände und das Dach aus massiven Baustoffen geplant. Um das Gewicht auf die Stahl- und Stahlbetonkonstruktion zu minimieren wurde ein gefügedichter Leichtbeton der Rohdichte 1.500 kg/m³ geplant. Für diesen Beton haben aber die gängigen Befestigungsmittel wie Ankerschienen keine Zulassung, so dass sich die ausschreibende ARGE HOCHTIEF und Albert Weil für THERMODUR Wandelemente der Rohdichte 1.200 kg/m³ bei leicht verstärkter Wanddicke entschieden. Neben der regelkonformen Ausführung war der günstigere Preis sowie die hohe Schallabsorption der Wandinnenseite maßgebend bei der Vergabe.

Die Wand trägt ihr Eigengewicht über eine Höhe von 30m auf eine massive Stahlbetonscheibe ab. Wichtig ist hier eine exakt fluchtende Montage um bei den hohen Vertikallasten ein Ausknicken infolge ungewollter Schiefstellungen zu vermeiden.

Neu war für uns auch der Einbau der Dachelemente. Unsere Wurzeln kommen zwar aus dem „Stegdielenbau“, mit denen nach dem Krieg Millionen von m² Werkshallen für Bosch, Daimler, VW und ALDI eingedeckt wurde. Diese Platten waren aber nur etwa 2 m lang und ca. 8 cm dick. Hier hatten wir 8 m lange Elemente mit einer Dicke von 20 cm, welche auf die tragende Stahlunterkonstruktion verlegt wurden. Der Dachschub aus der Neigung von über 15 % wurde über aufgeschweißte Schubknaggen aufgenommen.

Auf der Industriebaustelle mit Schwerstlastkränen wurde die Arbeitssicherheit penibel beachtet. Insbesondere für die Verlegearbeiten auf dem Dach wurden umfangreiche Gerüste und Fallnetze installiert um Arbeitsunfälle zu vermeiden. Das Ergebnis gab den verantwortlichen Arbeitsschützern Recht, da während der ganzen Bauzeit kein ernstzunehmender Unfall passiert ist.

Für den Außenputz der Elemente haben wir bei diesem Objekt den Lieferanten gewechselt und ein Produkt von Schäfer-Krusemark, einer Tochterfirma des Bauherrn verwendet. In guter Zusammenarbeit mit dem Labor des hervorragend aufgestellten Lieferanten von Trockenmörteln-, Putzen und Wärmedämmverbundsystemen wurde eine eigene Rezeptur entwickelt, die die besonderen Schwindeigenschaften unseres Leichtbetons berücksichtigt. 

Projekt-Daten

Bauort
65623 Hahnstätten
Baujahr
2013
Bimsbetonelemente
ca. 5500 m²
Montagedauer
10 Tage
Auftraggeber
SCHAEFER KALK GmbH & Co. KG in Diez